1. Tag - Von Frankfurt nach San Francisco
14. September 1998
Der mit Spannung erwartete Tag ist da. Wir sitzen im
Flieger und düsen in die Staaten. Das aufreibendste am
ganzen Flug ist das Ausfüllen dieser komischen grünen
Karte, die man für die "Immigration" benötigt. Den Sinn
dieser Karte will ich an dieser Stelle gar nicht
diskutieren, alleine das Ausfüllen ist schon der Hohn.
Obwohl wir die Karte schon 9 Monate vor Abreise von unserem
Reisebüro bekommen haben, damit wir sie zu Hause in Ruhe
ausfüllen können, haben wir es natürlich falsch gemacht.
Ein halbstündiger Film im Bordkino zeigt wie es richtig
geht.
Im "gelobten Land" angekommen geht es dann raus aus der
Geborgenheit der Lufthansa Maschine mit ihrem deutschen
Personal, rein ins volle Leben in Amerika und zur ersten
Herausforderung des Urlaubs. Mit der mühsam ausgefüllten
"grünen Karte" stehen wir vor dem Immigration Desk. Der
gute Mann dort macht auf uns Amerika-Neulinge erst mal
einen furchteinflößenden Eindruck, obwohl er ja nur ein
wenig "Smalltalk" betrieben will während er seine Arbeit
erledigt. Somit wird unser eingerostetes Schulenglisch
gleich auf die Probe gestellt.
Nach dem einsammeln unseres Gepäcks begeben wird uns zum
Shuttlebus der Mietwagenstation, wo wir unseren Dodge
Intrepid entgegennehmen. Dann geht's richtig los. Unser
erste fahrt in Amerika führt uns gleich mitten ins Herz von
San Francisco. Die Bedenken und Befürchtungen über das
Autofahren in Amerika verflüchtigen sich aber schnell. Auch
die im Vorfeld viel gefürchteten "Four-Way-Stop" Kreuzungen
entpuppen sich als sehr angenehm. Ich bin aber der festen
Überzeugung, dass diese in Deutschland nicht funktionieren
würden.
Nach dem Einchecken ins Hotel haben wir dann nur noch einen
kurzen Abstecher in ein Einkaufszentrum in der Market
Street gemacht, bevor wir uns in Bett geworfen haben.
2.Tag - Von San Francisco nach San Luis Obispo
15. September 1998
Meine immer recht gut funktionierende "innere Uhr" ist
für das Ausschlafen nach der Zeitverschiebung extrem
unpraktisch. Mitten in der Nacht (Ortszeit) bin ich
eigentlich schon wieder wach, obwohl der voran gegangene
Tag ja recht lange und anstrengend war. In Kombination mit
der Spannung auf den weiteren Verlauf des Urlaubs war es
eine lange Nacht.
Endlich geht es weiter. Wir bewegen unseren Mietwagen in
südlicher Richtung. Vorbei an San Jose geht es auf dem
Highway 101 nach Monterey. Dort besuchen wird das
Monterey-Bay-Aquarium. Es liegt am Ende der "Cannery-Row",
die durch John Steinbecks Roman "Die Straße der Ölsardinen"
bekannt geworden ist.
Weiter geht es auf dem 17-Mile Drive der uns zur Lone
Cypress führt. Anschließende fahren wir auf dem Highway No.
1 Highway 1 bis San Luis Obispo, wo wir unsere nächste
Übernachtung haben. Die Fahrt über den Highway No. 1 ist
zwar anstrengender und länger als über den etwas weiter im
Landesinneren gelegenen Highway 101, belohnt aber durch die
wunderschöne Kulisse. Immer an der Küste entlang schlängelt
sich die Straße nach Süden. Zwei Stunden lang kommt keine
Ortschaft, dann ein kleines Motel mit einem Supermarkt und
dann wieder zwei Stunden nur die Landschaft.
Am Abend ging es dann noch in ein Steakhouse. Auch hier
haben wir schnell gemerkt: "In Amerika darf es etwas größer
sein".
3. Tag - Von San Luis Obispo nach Ventura
16. September 1998
Weiter geht es auf dem Highway 101. Heut mit nur einem Ziel (außer halt weiter nach Süden zu kommen) - Santa Babara. Der als Rentnerparadies verschriene Ort ist schön anzusehen und präsentiert sich uns bei bestem Wetter.
4. Tag - >Von Ventura nach L.A.
17. September 1998
Nochmals über den Highway 101 erreichen wir Los Angeles
und fahren dort direkt die Universal Studios an. Deren
Besichtigung ist ein Tagesfüllendes Programm.
Nachdem wir uns einen Weg aus den riesigen Parkhäusern
heraus zum Haupteingang gesucht haben, beginnen wir unseren
Besuch der Universal Studios mit der Backlot Tram Tour.
Diese führt uns quer durch das Filmgelände mit zahllosen
Kulissen aus bekannten Filmen und Serien. Moderiert wird
unsere Tour von einem sehr motivierten Mitarbeiter. Bei der
Inbrunst, mit der er die Tour kommentiert, ist definitiv
nicht zu merken, dass er dieses Programm mehrere Dutzend
mal am Tag abspult. Die Tour führt immer wieder zu kleinen
Attraktionen, die alle ihren Charme haben. Eine der
ältesten ist das King Kong Modell, dicht gefolgt von einem
Szenario aus der weiße Hai. Aber auch neuere Attraktionen
wie eine Erdbebensimulation in einer U-Bahn Station sind
dabei. Und bei fast jeder Attraktion, nicht nur auf dieser
Tour, gibt es eine "Splash-Zone". Die Amis stehen da
irgendwie total drauf.
Nach der Tour schlendern wir erst mal durch den
"Vergnügungs-Park". Dort gibt es Shows und Attraktionen,
die im in das Thema eines >Films verpackt sind. Eine
"Jurassic-Park" Wasserbahn, "Zurück in die Zukunft"
Filmshow usw.
Positiv ist uns aufgefallen, dass man, abgesehen vom
Eintrittspreis, recht günstig im Park auskommt. So kann man
sich für ?$ einen Deko-Trinkbecher kaufen, den man an allen
Stationen im Park den ganzen Tag kostenlos wieder auffüllen
kann Kein vergleich zu den Abzockerpreisen in deutschen
Vergnügunsparks.
Nach einem anstrengenden und aufregenden Tag in den
Universal Studios machen wir uns auf den Weg ins Hotel.
Wieder einmal überwältigen uns die Ausmaße in Amerika. Für
die Fahrt von den Universal Studios im Norden der Stadt bis
zu unserem Hotel, das nicht ganz im Süden der Stadt liegt,
benötigen wir noch über eine Stunde. Und das nicht etwa im
dichten Stadtverkehr, sondern mit flotten 65 Milen auf
einem acht- bis zwölfspurigen Interstate.
5. Tag - Los Angeles
18. September 1998
Als erstes machen wir uns natürlich auf den Weg nach
Hollywood. Am Hollywood Boulevard schlendern wir übder die
Sterne des Walk of Fame zum Mans Chinese Theatre, wo wir
die Hand und Fußabdrücke bekannter Filmstars bewundern.
Nächster Punkt auf unserer Tagesplanung ist das Hollywood
Sign. Das stellt sich aber als kleineres Problem heraus.
Irgendwie scheine alle das Schild als so selbstverständlich
zu erachten, das kein Reiseführer beschreibt, wie man zu
Ihm kommt, bzw. zu einem Platz, von dem aus man gute Fotos
machen kann. In meinem Kopf schwirrte aus irgend einem
Grund etwas vom Mullholland Drive herum. Also versuchen
wird dort unser Glück. Wir sind auch fündig geworden, auch
wenn ich diesen Platz sicher nicht als den besten Spot
bezeichnen würde im das Hollywood Sign zu fotografieren, da
es recht weit Weg ist und der doch häufige Smog über L.A.
Aussicht etwas trüben kann. Nichts desto trotz ist der
Aussichtspunkt direkt über den Hollywood Bowl nicht
schlecht.
Auch eine der "Maps of the Stars" mussten wir uns natürlich
kaufen und sind damit ein wenig durch Beverly Hills
gegondelt. Wir haben das ganze aber doch recht schnell sein
lassen, da wir es doch recht uninteressant fanden, vor
irgendwelchen eingezäunten Villen zu landen. Zumal wir zum
Einen nicht wussten, ob wir immer genau die richtige
gefunden hatten und zum Anderen ob die Karten überhaupt
Stimmen. Allen die auf so was scharf sind würden wir also
eine geführte "Star-Tour" empfehlen. Und selbst da können
die einem ja viel erzählen.
Von Beverly Hills ging es dann zum Santa Monica Pier direkt
neben dem Baywatch Strand Malibu. Und danach besuchten wir
Venice Beach. Die Ansammlung von skurrilen Typen und
Geschäften ist einfach sehenswert.
Dann ging es zum Rodeodrive, wo wir eine wenig ...
Gegen Abend haben wir uns dann noch ein Essen im Planet
Hollywood in Hollywood gegönnt. Bei der Gelegenheit konnten
wir dann live erleben, was "Valid Parking" bedeutet. Recht
unvermittelt stand ein Angestellter von Planet Hollywood
neben unserem Auto und hat selbiges in seine Obhut
genommen. Und schwups war es auch schon unterwegs zum
Parkplatz. Als wir mit dem Essen fertig waren, stieg bei
uns schon die Spannung wo wir unser Auto denn jetzt wie
hohlen müssen. Doch kaum haben wir das das Lokal verlassen,
erkundigt sich schon eine Dame, die auf einem Hocker auf
dem Bürgersteig saß, nach unserem Parkticket. Ein kurzer
Funkspruch und innerhalb weniger Minuten wurde unser Auto
direkt vor die Tür gebracht. Und das ganze war auch noch
kostenlos (abgesehen von dem obligatorischen "Tip".
Der krönende Abschluss des Tages sollte eine Besuch des
Griffith Observatoriums und ein Blick über L.A. bei Nacht
werden. Leider war der Zugang zum Observatorium wegen eines
Musikvideodrehs gesperrt. Trotz größere Überredungsversuche
beim Security Personals war nichts zu hohlen. Auch wenn wir
nicht bis zum Observatorium kamen, haben wir auf den
Rückweg dann doch noch eine schöne Stelle für eine Blick
über L.A. entdeckt.
6. Tag - Von L.A. nach SanDiego
19. September 1998
Unsere Fahr führt uns noch weiter nach Süden bis ins kurz vor der mexikanischen Grenze gelegene San Diego Kurz vor San Diego halten wir aber erst in Sea World, dem eigentlichen Ziel dieses Tages. Neben den zahlreichen Meeresbewohnern in Becken und Gehegen gibt es ein vielzahl von Shows und Vorführungen. Unser persönlicher Favorit war die Seelöwen und Seeotter Show, die wir uns eigentlich gar nicht ansehen wollten.
7. Tag - Von San Diego nach Palms Springs
20. September 1998
Bevor wir uns auf die Fahrt zum eigentlichen Ziel dieses
Tages gemacht haben, war erst noch ein Schnappschuss vom
Hotel Coronado fällig. Das Hotel diente als Kulisse für den
Film "Manchemögens heiß" mit Marilyn Monroe, Tony Curtis
und Jack Lemon. Witzigerweise steht das Hotel im Film in
Florida, während das echte Hotel ja in Kalifornien steht.
Aber dann ging's los. Diesem mal in nordöstlicher Richtung
nach Palms Springs. Hier besuchten wir zunächst den San
Jacinto Mountain. Mit einer Seilbahn, die übrigens aus der
Schweitz stammt, erreichten wir das Plateau des Berges.
Hier bietet sich ein recht seltsames Bild. Es ist alles
grün, während man beim Blick ins Tal mehr oder minder eine
Wüste sieht.
Nach unserer Rückkehr ins Tal folgte dann noch eine Fahrt
durch den Joshua Tree National Park. Nur weil wir uns
einmal bei Abbiegen im Park vertan haben, sind wir am Key
View Point vorbeigekommen. Ein Fehler der mal angenehmer
Natur war.
8. Tag - Von Palms Springs nach Phoenix
21. September 1998
Heute war eine längere Fahrt dran. Von Plams Springs führte der weg schnurgeradeaus nach Phoenix. Auf der Fahrt fühlten wir uns wie in ein Roadmovie versetzt. Wie im Film fuhren wir auf einer Straße, die bis zum Horizon immer gerade aus führte. Einige Stunden später erreichten wir Phoenix, wo wir uns einen Besuch in Rawhide vorgenommen hatten. Wir mussten aber festellen das wir viel zu früh dran waren. Die Westernstadt öffnet erst um 17.00 Uhr ihre Pforten. Also besuchten wir zunächst noch ein Einkaufszentrum in Phoenix, bevor wir gegen Abend nach Rawhide zurückkehrten. Nach einem Rundgang haben wir dann noch im Saloon zu abend gegessen.
9. Tag - Von Phoenix zum Grand Canyon
21. September 1998
Es geht Richting Norden. etwa auf halber Strecke kamen wir an der legendären Route 66 vorbei. Ziel des Tages war der Southrim des Grand Canyon. Wir versuchten zunächst eine Rundflug zu ergattern, habe das ganze dann aber doch auf den nächsten Tag verschoben und einfach mehrer der Aussichtspunkte besucht. An unserem letzten Aussichtspunkt des heutigen Tages konnten wir dann noch einen sagenhaften Sonnenuntergang genießen. Nachdem wir uns im Hotel eingenistet haben, gab es abends noch eine Film im iMax Kino im grand Canyon Village.
10. Tag - Vom Grand Canyon nach Page
22. Septmber 1998
Als erstes holten wir den Rundflug über den Grand Canyon
nach. Das ganze war sehr beeindruckend, auch wenn Katja
selbiges über die extremen Langsamflugeigenschaften der
Rundflugmaschine bicht behaupten konnte. Nach dem Rundflug
führte unser weg entlang dem Grand >Canyon richtung
Nordosten wo wir in Page am Lake Powell unser nächstes
Etappenziel hatten. Auf dem weg dahin haben wir jede
Möglichkeit in Form eines Aussichtspunkts genutzt, um noch
einmal eine Blick auf den Grand Canyon zu werfen.
In Page angekommen war es bereits zu späth für die geplante
Boottour zur Rainbow Bridge. Wir haben dafür den Besuch des
Anthelope Canyon vorgezogen. Auch wenn die
Lichtverhältnisse zur vortgeschrittenen Mittagszeit nicht
mehr ideal waren, ist der Anthelope Canyon ein absolutes
Highlight für jeden Fotoapparat. Die Ideale Zeit wäre
übrigens gegen Mittag gewesen, wenn das Sonnenlicht
senkrecht in die teils weniger als einen Meter breite
Schlucht fällt und in dabei optisch zum glühen bringt.
11. Tag - Von Page nach Mesa Verde
23. September 1998
Wir starteten den Tag mit der Bootstour zur Rainbow
Bridge. Die Fahrt dorthin dauert recht lange, aber der
Anblick war uns die Sache wert. Abgesehen davon war die
Fahrt recht unterhaltsam und entspannedn und hat uns
haufenweise leckere Lemonade beschert.
Nach unserer Rückkehr nach Page ging es sofort weiter
Richtung Osten. Bis nach Mesa Verde war es ein strammes
Stück zu fahren, und wir haben ja auch noch einen Abstecher
in Monument Valley gemacht. Das Tal ist einfach sagenhaft.
Man fühlt sich wie in eine Malboro Werbespot versetzt. Egal
wo man seinen Fotoapparat hinhält und abdrückt, man erhält
fast immer ein Postkartentaugliches Motiv. Etwas lästig
sind nur die Indianer, die sich in Mallorca Manier auf
einen stürzen und eine Rundfahrt durch das Tal aufschwätzen
wollen. Wir sind dann doch lieber selbst gefahren, was sich
auch als besser herausgestellt hat. Immer wieder kamen uns
auf unserem Weg solche "Touristen-Rundfahrten" entgegen.
Auf Sizbänken auf der Ladefläche eines Pick-Ups wurden
diese nicht geradel langsam durch das Tal geschaukelt und
haben dabei reichlich von den tollen roten Staub
abbekommen.
Danach ging es zügig weiter. Den geplanten Abstecher nach
Four Corners mussten wir aus Zeitgründen sausen lassen.
Auch so wurde es schon später Abend, bis wir unser Hotel in
Mesa Verde erreichten.
12. Tag - Von Mesa Verde nach Moab
24. September 1998
Fortsetzung folgt...